

Für heute Morgen war eigentlich ein anderer Artikel geplant. Aber manchmal kann ich den Mund nicht halten und und es muß spontan etwas raus. Ich habe vor kurzem eine Interviewanfrage bekommen, über die ich mich natürlich gefreut habe. Mit dem jungen Unternehmen, dass auch einen Blog betreibt, hatte ich vorher schon hin und wieder Kontakt und war dem nicht abgeneigt. Als ich aber gesehen habe wie der neue Blog “bekannt” gemacht wird habe ich nochmal darüber nachgedacht ob ich dieses Interview wirklich geben sollte. Warum ich mich schließlich dagegen entschieden habe, möchte ich hier kurz erleutern und bin an eurer ehrlichen Meinung brennend interessiert.
Eins vorweg: Ich werde das Unternehmen nicht öffentlich nennen. Ich bin kein Fan, davon andere an den Pranger zu stellen. Die betreffende Person, hat von mir eine persönliche Email erhalten. Um es einfacher zu machen nennen wie sie mal “Berta” (Name und Geschlecht sind willkürlich gewählt).
Die Geschichte über Berta & Social Media
Vorgeschichte
Ich hatte mit Berta schon hin und wieder Kontakt und wir haben uns über dies und jenes ausgetauscht. Auch Bertas Unternehmen gefiel mir ganz gut und ich habe es neugierig verfolgt, sogar hier und da mal einen Auftrag erteilt, der auch zu meiner Zufriedenheit erledigt wurde. Berta ist unter anderem aber auch im Bereich Social Media Marketing tätig. Allerdings habe ich schon früh bemerkt, dass Berta in diesem Bereich noch etwas Nachhilfe braucht. Ist ja auch nicht tragisch wenn man keine Dienstleistung in der Richtung anbietet, jeder muss erstmal lernen. Berta gehörte zu den ganz wenigen Leuten, die ich nicht persönlich kenne und dennoch den Weg in meinen private “Freundesliste” gefunden haben. Berta hat selber ca. zweitausend “Freunde” (vor einiger Zeit waren es sogar fast 5000) von denen die meisten ebenfalls mehrere tausend “Freunde” haben . Dazu gehört natürlich eine Pinnwand voller Spam-Kommentare. Eigentlich weiß man da ja schon bescheid.
Damit war Berta für mich in Sachen Social Media ohnehin nicht ernst zu nehmen, was nicht heißt, dass sie in anderen Bereichen nicht durchaus gute Arbeit abliefern kann. Nun hat Berta einen neuen Blog für den ich also das Interview geben sollte, dass ich auch schon angefangen hatte zu schreiben. Doch dann passierte folgendes…
Der Zwischenfall
Berta veröffentlicht Ihre neuen Artikel über Facebook und Twitter, dazu noch in ihrem privaten Facebook-Profil. Das ist alles völlig in Ordnung, auch wenn ich auf den Artikel so schon drei mal hingewiesen werde. Nun hat Berta aber auch einen Link zu dem Artikel auf der Pinnwand meines privaten FB-Profil gepostet worüber ich auch per Email informiert wurde. Ich war nicht so begeistert, aber immernoch kein Drama. Ich nutze mein Profil nur privat und daher war es auch sicher mein Fehler, dass ich das nicht konsequent durchgezogen habe und Berta in meine Freundesliste aufgenommen habe. Ich habe mir aber dann mal Bertas Profil angesehen, was ich dann dort gesehen habe könnt Ihr euch hier anschauen: Screenshot von Bertas Pinnwand
Das was Ihr dort seht ist von einem Tag und noch nicht das Ende der Liste. Ich denke aber es reicht zur Demonstration aus
In meinen Augen ist das Spam. Klar die “Freunde” mit vielen tausend “Freunden” bekommen so etwas anders nicht zu sehen. Da ich aber zu denen gehöre die an den Inhalten der eigenen Kontakte interessiert bin und zuhöre, war das für mich letztlich zu viel und zeigt mir klar, dass Berta in Sachen Social Media noch nicht viel verstanden hat, zumindest im seriösen Bereich. Ab diesem Punkt begann ich zu überlegen ob ich Berta noch das Interview geben soll. Meine ersten Zweifel hatte ich übrigens schon vorher, als Berta Ihren Blog auf Facebook und Twitter öffentlich machte obwohl noch Standard-Platzhalter des kostenlosen Themes zu sehen waren und einige Bereiche zugänglich, aber völlig ohne Inhalt waren.
Die Entscheidung
Ich habe ja schon vorweggenommen, dass ich mich gegen das Interview entschieden habe. Das hat gleich mehrere Gründe. Ich möchte mich selber und diese Plattform nur in einem seriösen Umfeld präsentieren. Ein Blog der so beworben wird stellt das für mich nicht dar. Auch mein eigenes Interview möchte ich unter keinen Umständen so beworben wissen. Hinzu kommt, dass ich mich auch in der Verantwortung gegenüber meinen künftigen Netzwerkautoren sehe, dieses Portal bestmöglich zu präsentieren. Ich habe hier schließlich noch viel vor und bin froh Partner gefunden zu haben die euch und mich mit Ihren Artikel unterstützen und unterhalten werden.
Was man daraus lernen kann.
Ein Unternehmen, dass sich selbst unter anderem im Bereich Social Media Marketing positioniert und so handelt stellt sich selber schnell in Abseits. Wenn man selbst etwas anbietet sollte man zumindest auch nach Außen hin vermitteln können, dass man was davon versteht. Zudem zeigt es, wie schnell ein Kunde der unzufrieden ist, einem die Reputation beschädigen kann. Ich könnte schließlich auch hingehen und einen Erfahrungsbericht schreiben in dem ich Bertas Unternehmen öffentlich nenne. Ob das Berta gefallen würde??
Was Berta mir noch sehr deutlich zeigte, ist dass es extrem unprofessionell wirkt eine Seite zu bewerben die zu dem Zeitpunkt noch eine Baustelle ist. Berta hat das auch schon bei Ihrer Unternehmensseite vor einem Jahr gemacht. Sie wurde im Netzt bereits beworben obwohl es noch eine Baustelle war. Diesem Fehler begegne ich immer wieder. Wenn keine Startegie dahintersteckt, sollte man das lieber lassen.
Ich könnte noch mehr über Bertas Social Media Aktivitäten erzählen, aber würde zu weit führen. Es zeigt sich für mich, dass es auch Sinn macht nicht nur die zu beobachten die es richtig machen, sondern auch die die es falsch machen. Aus Fehlern kann man viel lernen. Aber es ist doch besser wenn es die Fehler der andern sind
Ich kann auch differenzieren, d.h. ich hätte kein Problem nach wie vor mit Berta in anderen Bereichen, in denen ich auch schon gute Ergebnisse bekommen habe, zusammenzuarbeiten. In Sachen Social Media Marketing kann ich aber nur sagen: FAIL! Keine Empfehlung wenn mich jemand direkt auf das Unternehmen ansprechen würde. Und das sage ich sicher nicht weil ich ebenfalls Leistungen im Bereich Social Media Marketing anbiete.
Mir selber hat diese Aktion auch gezeigt, dass ich auf meinem privaten Facebook-Profil durchaus so etwas wie Privatspähre empfinde. Ich habe daher auch konsequent die letzten drei Personen entfernt die ich nicht wirklich persönlich kenne. Das muss mir keiner übel nehmen, es gibt schließlich genug andere Möglichkeiten mit mir in Verbindung zu treten.
Ihr seid gefragt…
Zu meiner Meinung über Berta stehe. Ich bin aber sehr daran interessiert wie Ihr darüber denkt. Schließlich kann ja auch ich immer wieder dazu lernen. Haltet Ihr meine Meinung und Reaktion für übertrieben? Macht es Berta richtig und ich befinde mich auf dem Holzweg? Hättet Ihr das Interview trotzdem gegeben? Nehmt euch doch bitte kurz die Zeit und schreibt einen Kommentar dazu. Berta liest hier auch ziemlich sicher mit und vielleicht könnt Ihr auch ihr noch etwas mit auf den Weg geben. Oder eben mir…
Berta… traust Du dich auch?
P.S.: Fragt mich bitte nicht welches Unternehmen es ist. Ich werde es nicht nennen.
Bild: Fail Stamp by Nima Badiey


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