

Einer meiner besten Freunde hat ein Unternehmen für Garten und Landschaftsbau. Mit Online Marketing beschäftigt er sich wenig bis garnicht. Von Social Media brauchen wir da garnicht erst zu sprechen. Er hat nichtmal ein privates Facebook Profil. Dennoch hat seine Tätigkeit mehr mit einem Social Media Engagement gemeinsam als es auf den ersten Blick scheint. Jede Präsenz im Social Web, sei es ein Blog, eine Facebookseite, oder sonstige Profile sind gut mit einem Garten vergleichbar. Hier sind vier Tipps um den Social Media Garten zum blühen zu bringen.
Den Boden pflügen
Bevor ein Garten angelegt wird, muß zunächst der Boden gepflügt und vorbereitet werden, so dass auch etwas gedeihen kann. Genauso verhält es sich auch mit der eigenen Social Media Präsenz.
Passt das Profil oder der Blog zu der Person bzw. der Marke die dahinter steht? Werden die Werte, das Image, die Fähigkeiten, Dienstleistungen oder Produkte des Unternehmens entsprechend verkörpert?
Ohne die richtige Grundlage kann nichts blühen. Daher gilt es zunächst die Aktivitäten an der Kommunikationsstrategie der eigenen Marke auszurichten. Es ist wichtig, dass ein konsistenter Auftritt über alle Plattformen und Medien sichergestellt ist. Nicht jede Pflanze ist für jeden Boden geeignet. Es müssen also zunächst die richtigen Medien und Netzwerke ausgewählt werden, sie sie sind der Boden der vorbereitet werden muß.
Die Saat setzen
Ist der Boden vorbereitet, so ist es Zeit zum sähen. Guter, informativer oder unterhaltsamer Content, in welcher Form auch immer, ist ein sehr gute Social Media Saat. So wie die Blumen für einen Garten sorgfältig zusammengestellt werden, so ist auch bei der Contentstrategie auf eine sinnvolle Auswahl zu achten. Ein Garten mit nur ein bis zwei Gewächsen sieht eintönig aus. Zu viele Farben und Arten machen ihn unruhig und zerstören sich im schlimmsten Fall sogar gegenseitig. Nicht alle Arten kommen miteinander aus. Der Content sollte daher eine ausgewogene Mischung sein und nicht zu bunt zusammengewürfelt werden.
Die Besucher des Garten sollten die Möglichkeit haben hier und da mal ein Pflänzchen beizusteuern. Sei es in Form von Links die der Gärtner selber setzt oder aktiv in Form von Kommentaren, Gastartikeln und Interviews.
Bewässern
Damit Pflanzen gedeihen können brauchen sie ausreichend Wasser und Sonne. Bekommen sie zuviel davon gehen sie ein. Bei einer Social Media Strategie verhält es sich genauso. Content alleine führt noch zu nichts. Was Wasser und Sonne für die Pflanzen bedeutet, ist im Social Media Garten die Kommunikation.
Um den Garten zum Blühen zu bringen gilt es daher aktiv zu kommunizieren und Kontakte zu knüpfen. Dazu gehören Kommentare zu fremden Inhalten genauso wie die Reaktion auf die Kommentare der eigenen Leser. Es sollten also ruhig fremde Gärten besucht werden um Kontakte zu knüpfen. Auch hier gilt es die richtige Balance zu finden. Kommunikation bedeutet Interaktion. Wer zuviel gießt und nicht auf Reaktionen achtet wird den Garten auf kurz oder lang zerstören.
Unkraut entfernen
Früher oder später versucht sich auch im schönsten Garten das Unkraut breitzumachen. Im Social Media Garten kommt es in Form von Spam-Kommentaren, unerwünschten Links, und destruktivem Verhalten daher. Läßt man das Unkraut wuchern so hindert es die Pflanzen am Wachstum und läßt sie im schlimmsten Fall sogar absterben.
Zu viele Spam-Kommentare schrecken andere ab und behindern den Aufbau einer Gemeinschaft. Niemand interessiert sich für einen Garten voller Unkraut. Dieses muss frühzeitig entfernt und in Schach gehalten werden.
Damit meine ich nicht kritische Kommentare, auf die man entsprechend eingehen sollte. Nein ich meine den typischen Links-Spam, den man samt Wurzel entfernen sollte.
Fazit
Wer ein guter Social Media Gärtner sein will, muß verschiedene Fähigkeiten mitbringen und lernen sich auch auf klimatsche Veränderungen einzustellen. Er wird nie ausgelernt haben.
Entsprechend des Markenbildes und der Branche muß er die richtigen Böden auswählen. Den Content darauf abstimmen, Fingerspitzengefühl bei der Bewässerung beweisen und entschlossen genug sein um Wildwuch frühzeitig zu unterbinden. Der Garten sollte genügend Neugier wecken um einen näheren Blick darauf zu werfen und zum Verweilen einladen. Dann fühlt sich sicher auch Nachbars Katze wohl und kann dem Gärtner noch etwas über Kommunikation beibringen.
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