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Mobile Tagging – Chancen im Online-Handel

Im heutigen Gastartikel schreibt Tobias Stumpf von dem Fulfillment Dienstleister Erdt Concepts über das Zukunftsthema Mobile Tagging. Mobile Taggs sind das Bindeglied zwischen der Offline- und Online Welt. Man könnte auch sagen Backlinks aus der realen Welt direkt ins Internet. Ein sehr interessantes Thema wie ich finde…

In asiatischen Ländern bereits populär, führt das „Mobile Tagging“ hierzulande nahezu noch ein Schattendasein. Dabei bietet diese innovative Technologie mannigfaltige Chancen – mehr noch: „Tagging“ hat gute Chancen, sich zu einem Trend zu entwickeln, von dem insbesondere Unternehmen aus dem E-Business nachhaltig profitieren.

Was ist unter Mobile Tagging genau zu verstehen?

Zwar ist in der Literatur bisher keine einheitliche Definition des Mobile Tagging zu finden. Riber definiert den Begriff in seiner Arbeit jedoch so:

Die Markierung eines physischen Objektes mit einem (mehrdimensionalen) Strichcode, engl. Barcode, sowie der Prozess des Scannens, Decodierens und Auslesens eines solchen Tags mit Hilfe eines mobilen Endgeräts (PDA, Mobiltelefon, Smartphone) wird als Mobile Tagging oder auch Mobile Card Reading bezeichnet.
(Riber, D., 2009, S. 25).

Funktionsweise

Einfach, schnell, intuitiv – so lässt sich die Anwendung von Mobile Tagging zusammenfassen. Mithilfe eines mobilen Endgeräts, wie dem Handy, PDA oder Smartphone, kann der Nutzer den codierten Inhalt abrufen und für seine Zwecke nutzbar machen.

Hierzu ein Anwendungsbeispiel aus der Praxis: Ein Versandhändler aus dem Fashionbereich bietet seinen Kunden neben dem Online-Shop auch den klassischen Printkatalog. In diesem Katalog könnte neben jedem Kleidungsartikel ein „Tag“ abgebildet werden, z.B. in Form eines Quick Response Codes (QR-Code).

Vorteil: Das Printmedium Katalog – hinsichtlich Ressourcen auf eine festgelegte Seitenzahl beschränkt – wird um das interaktive Medium Internet ergänzt. Auf diese Weise kann der potentielle Kunde im Katalog einen ersten Eindruck zu (ausgewählten) Produkten gewinnen und sich über den Tag zu einer ausführlichen Produktbeschreibung und -illustration online verbinden lassen. Dazu reicht ein kurzes „Knipsen“ des Tags mit der Digitalkamera des Mobiltelefons bereits aus. Nach erfolgter Einwilligung wird der potentielle Kunde über den im Tag enthaltenen URL zum gewünschten Produkt im Online-Shop geführt.

Somit leistet das Mobile Tagging einen wesentlichen Beitrag, den Medienbruch zwischen Offline- und Online-Marketing zu reduzieren. Unternehmen, die Mobile Tagging in ihren Marketing-Mix mit aufnehmen und zielgruppenorientiert einsetzen, können einen Nutzen aus diesem Trend ziehen.

Zu den Benefits zählen unter anderem:

  • Bereitstellung von interaktiven und personalisierten Mehrwerten am POI/ POS
  • Erhöhung der unternehmensspezifischen Transparenz durch vertiefende Informationen
  • Erreichung eines größeren Qualitäts- und Nutzenempfinden beim Endkunden

Aufgrund dieser vorteilhaften Anwendungseigenschaften wird sich das Mobile Tagging zukünftig als Schlüsseltechnologie im Bereich E-Business etablieren und bei der Ausgestaltung der Marketingkommunikation sicherlich zum Gesprächsthema für Marketer und Entscheider werden.

Der Fulfillment Dienstleister Erdt Concepts aus der Metropolregion Rhein-Neckar hat zu diesem aktuellen Thema die Fachpublikation Mobile Tagging – Eine neue Schlüsseltechnologie im Electronic Business auf dem Vormarsch veröffentlicht. Das Paper informiert detailliert über Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten der potenzialstarken Technologie. Im Fokus stehen Anwendungen aus der Unternehmenspraxis, zudem werden Benefits wie auch Grenzen aufgezeigt und erläutert.

Die 19-seitige Fachpublikation kann auf der Homepage des Unternehmens angefordert werden.

www.erdtconcepts.de

Das Inhaltsverzeichnis können Sie sich hier anschauen: Mobile Tagging

Bild: Overloaded code by BinaryApe